Bei selbstentworfenen Gehäusen, die im 3D-Druck gefertigt werden ist es möglich die Bauteile mit selbstschneidenden Schrauben zu befestigen. Das ist wesentlich einfacher und preiswerter als das einschmelzen von Gewindeeinsätzen aus Messing. Das selbstschneidende Konzept ist sicher nicht für Teile geeignet, die häufig ein- und ausgebaut werden müssen. Für Teile, die nur zu Reparaturzwecken ausgebaut werden müssen ist es aber m.E. Erste Wahl.
Ich habe mir aus China entsprechende Schrauben mit Innensechkant in den Größen 2×5, 2×8, 3×5, 3×8 und 3×10 schicken lassen. Nun wollte ich gerne wissen wie groß die Bohrungen für diese Schrauben sein müssen. Dazu habe ich ein kleines Testteil mir Onshape entworfen:

Die obere Reihe ist für die 2 mm Schrauben und die untere für die 3 mm Ausführung.
Das sieht dann so aus:

Zu meinem Erstaunen ließen sich die jeweiligen Schrauben in alle 5 Löcher hinein drehen, allerdings mit unterschiedlichem Kraftaufwand.
Für die 2 mm-Schrauben erscheinem mir die drei rechten Löcher geeignet zu sein (1,8 1,9 und 2,0 mm). Das erstaunt, weil die Schrauben doch 2 mm Außendurchmesser haben. Ich hatte bei einem früheren Test festgestellt, das Löcher, also Innendurchmesser beim 3D-Druck etwas kleiner ausfallen. Deshalb hat das Gewinde noch etwas Fleisch zum festhalten. Ich würde aber 1,8 oder 1,9 mm empfehlen, das fühlt sich stabil an.
Bei den 3 mm Schrauben fühlten sich die beiden rechten Löcher (2,7 und 2,8 mm) gut an. Die anderen gingen auch, aber die Kraft zum eindrehen ist schon erheblich.
Die oben angegeben Bohrungsmaße beziehen sich auf die in der Zeichnung eingetragenen Werte, nicht auf die tatsächlich beim Druck entstandenen.
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